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Gambia, tanzende junge Frauen in Armut und Islam, am Strand, traditionelle Kleidung_edited

Kunst, Resilienz & Bildung - BLOOMING GAMBIA

Kunst die verbindet - Verbindung die heilt - Heilung, die weitergetragen wird

Trauma wird weitergegeben. Heilung auch.

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Wo Worte fehlen, kann Kunst beginnen. Im kreativen Prozess wird Erlebtes sichtbar, innere Erfahrungen bekommen Ausdruck und emotionale Belastungen können sich verwandeln.

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In Gambia braucht es dafür eigene Strukturen, um die Folgen von Vernachlässigung und Gewalt professionell zu begleiten. Unverarbeitetes Trauma wird weitergegeben. Von den Eltern an die Kinder, von der Gesellschaft an die nächste Generation – durch Erziehung, Stress, Gewaltmuster, Schweigen. Das nennt man transgenerationales Trauma.

 

Der Kreislauf ist nicht Schicksal.

 

Mit unserem Projekt bauen wir genau diese Strukturen der Heilung auf: eine einjährige Ausbildung in traumatherapeutischer Kunsttherapie für engagierte junge Menschen. Kunsttherapie ist sprachenarm, kultursensibel und braucht wenig Material – und sie schafft den Raum, der für Stabilisierung, Verarbeitung und neue Selbstwirksamkeit nötig ist.

 

Unser Ansatz beginnt bei den Ressourcen vor Ort. Fachwissen verbindet sich mit Lebenswelt und künstlerischen Traditionen. So entsteht nicht Hilfe von aussen, die wieder geht, sondern lokale Fachkompetenz, die bleibt – und neue berufliche Perspektiven schafft.

 

Aus Selbstreflexion wächst Resilienz. Aus Resilienz wächst die Fähigkeit, auch andere zu begleiten. So wird aus individueller Stärkung ein Ort der Begegnung, der Völkerverständigung und des gegenseitigen Lernens. Ein Kreislauf der Heilung, der weitergegeben wird.

 

Das Projekt befindet sich im Aufbau.

  • 2023 lernte ich an der Gambia Academy von Sona Jobarteh Kora zu spielen und lernte ihr Schulprojekt in Kartong kennen.
    Im Jahr darauf begann ich, den jungen Erwachsenen ihrer Schule in Medina Salam sowie den Jugendlichen der Schule Arche Noah in Kitty kunsttherapeutische Settings anzubieten. Dadurch lernte ich die kulturellen und strukturellen Bedingungen vor Ort sowie die vorhandenen Ressourcen kennen.

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    Daraus wurde Dreierlei sichtbar: die Notwendigkeit einer sozial-psychologischen Begleitung, die rasche Wirkung und Veränderung durch die kunsttherapeutische Arbeit – und das wachsende Interesse der Jugendlichen an einer therapeutischen Ausbildung.

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    Daraus entstand das Projekt: die therapeutische Begleitung weiterzuführen und eine Basis Ausbildung zu schaffen.

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    Ziel der Ausbildung ist es, die jungen Menschen in ihrer Kultur, ihrer intrinsischen Weisheit und Menschlichkeit zu stärken. Durch Selbstreflexion lernen sie, übertragene Muster zu erkennen, eine neue Resilienz und Selbstwirksamkeit zu entwickeln – und im nächsten Schritt auch andere Menschen professionell begleiten zu können.

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    Ausblick: Das Team soll durch weitere Berufskolleg erweitert werden. Die jungen Therapeut in Gambia sollen als Co-Ausbilder nach und nach in die Ausbildung hineinwachsen. Auf Basis dieses Programms können weitere therapeutische Vertiefungsprogramme entstehen.

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    Finanzierung: Der Aufbau soll über Spenden erfolgen. Auch die ersten Schritte in die Selbstständigkeit werden begleitet – mit dem Ziel, dass das Projekt nach und nach selbsttragend wird.

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    Das Angebot beginnt bei den Ressourcen der jungen Menschen vor Ort. Daraus entsteht ein interkultureller Austausch – ein Ort der Begegnung, der Völkerverständigung und des gegenseitigen Lernens, der die Weisheiten beider Kontinente zusammenbringt und bereichert.

  • 1. Vereinsgründung Ga Bantaba
    Gründung des Trägervereins in der Schweiz und in Gambia als rechtliche und organisatorische Basis.

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    2. Konzeptausarbeitung
    Entwicklung eines ganzheitlichen, kultursensiblen Konzepts für Therapie, Ausbildung und Betrieb.

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    3. Finanzierung
    Aufbau der Finanzierung durch Spenden, Stiftungen, Fördergelder und Partnerschaften.

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    4. / 5. / 6. Aufbauphase – läuft parallel & ist voneinander abhängig

    Diese drei Schritte bedingen sich gegenseitig und werden gleichzeitig entwickelt:

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    4. Ausbildungsprogramm ausarbeiten
    Erstellung eines fundierten Curriculums für traumasensitive Kunsttherapie, angepasst an den gambischen Kontext.

    5. Unterstützung Therapeuten & Supervision
    Aufbau eines Netzwerks aus erfahrenen Fachpersonen für Begleitung und Supervision vor Ort.

    6. Therapien vor Ort, Erfahrungswerte & Studierende akquirieren
    Erste Therapieangebote, Sammeln und Auswerten von Erfahrungswerten sowie Gewinnung von Studierenden und Freiwilligen.

     

    7. Start Basis-Ausbildungsprogramm
    Offizieller Start der ersten Ausbildungsgruppe mit lokalen Teilnehmer:innen.

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    8. Begleitung in die Selbstständigkeit & Co-Ausbilder integrieren
    Absolvent:innen werden in die Selbstständigkeit begleitet und als Co-Ausbilder:innen integriert.

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    9. Weiterbildung & Praktikum für europäische Therapeut:innen
    Austauschprogramm für europäische Fachpersonen – interkulturelles Lernen auf beiden Seiten.

  • Interessengemeinschaft

    Für das Projekt bauen wir eine interdisziplinäre Interessengemeinschaft auf.

    Gesucht werden Personen mit gezielter, fundierter Expertise, Ressourcen oder Vernetzung in folgenden Bereichen:

    • - Therapie & Fachbegleitung

    • - Kunsttherapeut:innen aller Fachrichtungen

    • - NARM-Therapeut:innen, Somatic Experiencing Practitioners (SE), Therapeut:innen mit Fokus auf Polyvagal-Theorie

    • - Psycholog:innen mit ganzheitlichem, kreativtherapeutischem Profil

    • - Fachpersonen mit ganzheitlichen, körper- und traumaorientierten Ansätzen, mit Verständnis für kollektive und transgenerationale Prozesse

    Förderung & Entwicklung

    • - Investor:innen, Förderer und Unterstützer:innen

    • - Personen, die zur Bekanntmachung, Vernetzung und nachhaltigen Förderung des Projekts beitragen

     

    Wir freuen uns über Kontakte von Personen, die sich mit konkretem Fachwissen, finanziellen Mitteln, Netzwerk oder gezielter Öffentlichkeitsarbeit einbringen möchten.

  • Unsere Arbeitsweise

    Im Zentrum unserer Arbeit steht die Erfahrung von Selbstwirksamkeit. Wenn Menschen erleben, dass sie gestalten, bewegen und verändern können, wird Heilung möglich.Was ist Kunsttherapie?
    Kunsttherapie ist eine anerkannte therapeutische Disziplin, die künstlerische Medien als Sprache nutzt. Im Malen, Bewegen, Musizieren und Gestalten wird Inneres nach aussen gebracht – sichtbar, spürbar und veränderbar. Es geht dabei nicht um künstlerisches Können, sondern um den Prozess selbst. Der kreative Akt ermöglicht Ausdruck, Verarbeitung und neue Handlungsmöglichkeiten.

     

    Traumasensibel und körperorientiert
    Unsere Arbeit ist traumasensibel ausgerichtet. Wir verstehen Trauma nicht nur als Geschichte, sondern als Erfahrung, die im Körper und im Nervensystem gespeichert ist.

    Die Grundlage der Polyvagal-Theorie nach Stephen Porges beschreibt, wie unser autonomes Nervensystem permanent prüft, ob wir sicher sind. Nur in einem Zustand von Sicherheit ist Verbindung, Lernen und Heilung möglich. Ist das System in Alarm oder Erstarrung, ist keine Entwicklung möglich.

    Daraus folgt unser Ansatz: Wir schaffen aus der Basis von innerer Sicherheit und Beziehung.

     

    Kollektiv und transgenerational gedacht
    Trauma wirkt nicht nur individuell, sondern in Familien, Gemeinschaften und über Generationen hinweg. Unsere Arbeit bezieht diese kollektive Dimension mit ein und stärkt damit nicht nur die Einzelnen, sondern das Miteinander.

     

    Unsere Werte und Ausrichtung

    • Selbstwirksamkeit: Wir schaffen Räume, in denen Menschen wieder erleben: Ich kann etwas bewirken.

    • Ressourcenorientierung: Wir fragen nicht nur, was fehlt, sondern was bereits da ist und gestärkt werden kann.

    • Würde und Augenhöhe: Jeder Mensch trägt das Potenzial zur Heilung in sich.

    • Kultursensibilität und Nachhaltigkeit: Wir verbinden lokales Wissen mit fachlicher Expertise, damit Wissen bleibt und weitergetragen wird.

  • Solidarität bedeutet für uns Gegenseitigkeit.

    Wir kommen, um zu geben und zu empfangen. Wir bringen unser Fachwissen und unsere Erfahrungen ein und nehmen die Impulse, das Wissen und die Perspektiven aus Gambia auf. Die Studierenden lernen, geben weiter und zurück und empfangen zugleich – im fachlichen Austausch ebenso wie im praktischen Alltag.

    Wir möchten Begegnungen ermöglichen, Praktika anbieten und einen lebendigen Austausch fördern, in dem beide Seiten voneinander lernen und gemeinsam neue Wege entwickeln.

    So gehört das Wissen am Ende allen – und niemandem mehr allein.

    Aus dieser Gegenseitigkeit wächst mehr als fachliche Kompetenz: Es entsteht Verbindung über kulturelle Grenzen hinweg. Völkerverständigung wird gelebt und kann einen Beitrag zu gemeinsamer, kollektiver Heilung leisten.

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